Familienreisen// Puerto Rico – ein amerikanischer Karibiktraum

In den Herbstferien 2016 sind wir fünf kurzentschlossen nach Puerto Rico geflogen. Nach wo? Na die Flüge waren günstig…Puerto Rico, diese hübsche kleine Insel in der Karibik.Die 9000 Quadratkilometer große Insel gehört zu den USA, hier soll Karibikflair auf den American Way of Life treffen. Na dann schauen wir mal. Der Lieblingsmann hat 10 Tage vor Ferienbeginn Direktflüge Frankfurt – San Juan gebucht (ca. 500€ pro Person, Flugdauer ca. 10h hin und 8,5h zurück) gebucht, wir haben uns eine Ferienwohnung über homeaway gesucht und los ging die Reise. Angeblich sollten uns dort die drittglücklichsten Menschen der Welt erwarten. Von denen gab es erstmal nix zu sehen, dafür von der Regenzeit. Na schauen wir mal. Ganz egal, wie das Wetter in unserem Urlaub war. Keine Angst, es wird auch richtig karibisch. Wir haben uns tolle 14 Tage mit den Kindern gemacht. Hier kommen unsere 5 puertorikanischen Highlights.

Ein Besuch in San Juan

San Juan ist die Hauptstadt des US-amerikanischen Außengebietes Puerto Rico. Die Stadt im Nordosten der Insel selbst hat 395.326 Einwohner.  Es ist die größte Stadt des Inselstaats, das industrielle, wirtschaftliche, kulturelle und touristische Zentrum der Insel und beheimatet deren wichtigsten Seehafen. Sightseeing mit Kindern, hach ja…Die 500 Jahre alte Hauptstadt San Juan protzt mit mächtigen Festungen (El Morro ist die älteste), kunterbunten Häusern und einer quirligen Altstadt (Old San Juan). Wir haben irre viel Eis gegessen, in Brunnen gebadet, Tauben gejagt und Hausfassadenfarben gezählt. 

Das leuchtendes Meer

Weltweit gibt es nur ein Dutzend „biolumiszierende“ Buchten. Drei davon allein auf Puerto Rico. Wer das Wasser leuchten sehen will, muss aufs Meer hinaus. Gesagt, getan. Zuerst war es etwas schwierig den Kontakt  zu einem Anbieter herzustellen. Aber der Lieblingsmann war hartnäckig…Da Felix zu jung ist, durften wir keine Kayaktour machen, sondern mussten eine Elektroboottour bei Captain Suarez buchen. (Preis für uns fünf ca. 200€, die Kayaktouren liegen ähnlich und es gibt genügend Anbieter vor Ort. In der Hochsaison ist eine Vorabreservierung immer empfehlenswert.)

Mosquito Bay, die größte Bucht der Welt, hat es sogar ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft. In den „Bio Bays“ leben Mikroorganismen, die bei Berührung anfangen zu leuchten: Man braucht bei einer abendlichen Tour nur das Paddel oder die Hände ins Wasser zu tauchen und schon glitzert das Wasser in der Lagune. Als wäre Tinkerbell am Start. Ein einzigartiges Erlebnis, wäre da nicht der Vollmond. Auch schön, nur bei einer Glitzertour mussten wir alle unter schwarze Planen um Tinkerbell zu finden. Aber dann war es wirklich toll. Fast magisch saßen wir alle zusammen auf einem kleinen Boot inmitten der wunderschönsten Mangrovenlagune und es glitzerte an den Händen. Die Tourguides waren wirklich super und haben die Kinder mit den schlafenden Iguanas erfreut und die Erwachsenen mit Anekdoten über Touristen. Bilder waren nicht möglich, da müsst Ihr schon selber hin. Alle Bilder, die man im Internet findet sind definitiv nicht unbearbeitet, das sollte man wissen. Wir wollten auch Pikachu in das Glitzerwasser phtotoshoppen, war unter der Plane mit nassen Händen nicht machbar. #einmalmitprofisarbeiten

Regenwaldwandern und Gebirgsbeckenplanscherei

Mehr als ein Dutzend Wanderwege führen durch den El Yunque Nationalpark, den einzigen subtropischen Regenwald der USA. Unsere Unterkunft lag in Rio Grande, dem Tor zum Nationalpark, strategisch sehr klug für Wanderfreunde wie uns. Wir waren mehrfach dort und haben einige Wanderungen mit den Kindern gemacht. Alle Touren sind prima beschrieben inkl. Entfernungen und geschätzter Dauer (meist zwischen 2 bis 3 Stunden) vorbei an wunderschönen Wasserfällen. Eintritt kostet der Park nicht. Man kann sich für 4$ am Visitorcenter Informationen holen oder einfach loswanden. Wir sind direkt gewandert, falls jemand fragt, die Infotafel überall sind sehr gut. Wichtig sind feste Schuhe, Trinkwasser, Badehosen und genügend Kekse für die kleinen Fressmonster. Angst vor gefährlichen Tieren muss man auf Puerto Rico nicht haben, es gibt nur 4 ungefährliche Schlangensorten und diverse Geckos und Insekten. #glückgehabt

Die erste Tour war der La Mina Trail und die zweite Wanderung haben wir zum Mt. Britton gemacht. Einfach los und immer drauf achten, dass das Wetter im Oktober auch schnell umschlägt. Zum Glück sind wir sehr früh unterwegs gewesen, da war keine Menschenseele bei den La Mina Falls und wir konnten entspannt baden gehen. #wirliebenunserenselfiestick Und auch an diesem Tag wurden wir unterwegs vom Regen überrascht. Im Regenwald auch okay, ist ja der REGENwald, sagt Felix.

Bei bestem Wetter haben wir uns den Regenwald nochmal vorgeknöpft, so leicht geben wir nicht auf und wir wurden belohnt mit unfassbar schöner Aussicht auf das saftige Grün und Badevergnügen in den Wasserfällen. #nurweilsregenwaldheißtwollenwirtrotzdemsonne

Ausflug zu Monkey Island mit dem Jetski

Jetski fahren, Monkey Island besuchen und schnorcheln – MEGAPLAN. Und wieder hat unser Lieblingsmann einen Anbieter für uns fünf gefunden. Der Vorteil der Lowseason ist nie der Preis, jedoch konnten wir mit unserem Guide allein loslassen. Preis pro Jetski/pro Tour 150$. Wir hatten Glück, da Hannah beim Guide kostenlos mitfahren durfte. Tropical watersports hat ihren Sitz in Punta Santiago und es lohnt sich, die Tour von ca. 90min ist prima. Vor allem unsere Jungs mochten die wilde JetskiFahrt.

Abhängen am Strand

Karibik! Das war alles, was wir wollten. Genau wie es in der Werbung immer aussieht. Baden am Karibikstrand und die Sonne auf der Nase kitzeln lassen. Abgesehen vom Regnen den ersten 10 Tagen war das toll. Unser hauseigener Strand am Apartment war zu dieser Zeit menschenleer und war quasi unser Privatstrand. Das Palmenrauschen überm Kopf, den Sand zwischen den Zehen und den Zwergen im Wasser beim toben zuschauen. Genauso sieht das Paradies aus. Was muss man noch wissen: 
Zur Einreise muss man den ESTA ausfüllen, amerikanisches Territorium eben. Jeder Reisende braucht einen eigenen Reisepass, auch die Kinder und wenn man den erst 6 Tage vorher beantragt, dann kostet es doppelt so viel. Nur falls mal jemand fragt…

Auf Puerto Rico haben die Menschen keine Angst vor Plastik. Plastikteller, Plastikbesteck, ganz zu schweigen von Plastiktüten. Ist nicht toll. Es gibt einige empfehlenswerte Restaurants mit richtigem Geschirr und wirklich richtigem Besteck und leckerer Pina Colada. Unsere Highlights waren das Salitre in Arecibo, eine Hammerlage mit supernettem Service und wirklich lecker Seafood. Das Desperado Restaurant Seafood and Steak House war ebenfalls megagut, etwas teurer, dafür sind die Steaks ein Traum. Fragt Maximilian, der hat ein 600g Stück gehabt… Falls einer fragt, Essenfotos sind nicht erlaubt. #dasschaffenwirschon

Lecker gefrühstückt haben wir in der La Familia Bakery, die Preise für uns fünf waren immer zwischen 25 und 35$, je nach Hunger der kleinen Fressmonster. Auch in der Panaderia Rico Pan war das Gebäck immer superlecker, es gab auch überall warmen Milchreis – zum niederknien!

Auch schön zu besichtigen ist die Cueva ventana inkl. Fledermausbesichtigung und Ausblick über den Rio Grande und den National Parque. #hammerausblick

Weitere Ausflüge sind auch zur Isla de Culebra zum Bahia Flamenco (angeblich drittschönster Strand weltweit lt. TripAdvisor…bei uns war es irre bewölkt und wir enthalten uns der Meinung) mit der Fähre von Fajardo zu empfehlen. Die Fahrt kostet ca. 4$ pP und dauert ca. 1 Stunde. Die Isla des Vieques soll auch wunderschön sein. Es gibt viel zu sehen.

#familiemitfernwehfazit

Puerto Rico ist ein wunderschönes kleines Fleckchen Erde, saftiges grün und karibisches Flair treffen aufeinander. Es gibt viele Aktivitäten, die auch für Familien mit kleineren Kindern geeignet sind. Jedoch kann und sollte man viele Klettertouren auch nur mit größeren Kids (empfohlen ab 14Jahren) und mit einem Guide machen. PR ist glücklicherweise nicht sehr touristisch erschlossen, einige Hotspots sind gut erreichbar, manche sind auch mit diversen Reisetips nicht auffindbar. Man darf nicht aufgeben, muss man aber manchmal und dann fährt man einfach woanders hin:)

Nos sentimos muy cómodos. Asta luego.

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