Just say`in, Mitten aus dem Familienleben
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Just say`in// Mut und Liebe über Angst.

Manchmal trifft man im Gespräch auf Unverständnis „Du fährst alleine weg?“, „Ohne die Familie unterwegs?“, „Du magst lieber reisen als bei Deiner Familie sein?“ – davon gibt es viele Fragen. Darf man als Mama nicht mehr allein unterwegs sein, wenn man auch schon Vollzeit arbeitet? Stimmt. Steht im Müttervertrag, das man die restliche Zeit zu 110% für die Kinder in der Pflicht steht, man wollte sie ja auch. Richtig, ich wollte die Kinder. Jedes einzelne ist von Herzen gewünscht, nur ich bin auch wichtig. Von mir aus müssen sich Mütter auch um sich kümmern! Sie müssen. Kann sein, das ich damit an manchen Tagen zusätzlichen Stress im Haus habe, aber  jedoch macht es mich glücklich. Und das alleine würde schon als Grund reichen, doch es gibt mehr Vorteile als man im ersten Moment glaubt.

Unsere Kinder sind sehr offene, lebenslustige und reisefreudige kleine Zwerge, die es lieben bei Wanderungen ihre eigenen Routen zu gehen, über Stock und Stein zu klettern und neue Orte kennenzulernen. Der größte Zwerg unter ihnen (bald 15) fährt inzwischen auch alleine weg. Und es tut ihm gut. Und ja, das erste Mal war schwer. Für Mama. Doch kann man alle Sorgen über Bord werfen. Und das ist ein Vorteil: Kinder sollen mutig sein, keine Angst haben. Die Welt ist voller Pappnasen, voller böser Gedanken, aber nicht hier. Wir wollen nicht in Angst leben, vor niemandem. Was dagegen hilft? Einzig allein Mut. Mut und Liebe. Okay, die Kinder sind mutig, nur ich möchte das auch sein. Im letzten Jahr war ich für 4 Tage in Las Vegas. DAS Las Vegas, dort wo CSI ständig zu tun hat…schreckt mich nicht ab, ich bin schließlich mutig. Morgen geht es nach Schiermonnikoog, ähnlich gefährlich diese holländische Insel in der Nordsee. Im April geht es nach Portugal der lieben Arbeit wegen. Warum das Ganze? Weil ich möchte. Weil ich Lust drauf habe, weil ich super gespannt und neugierig bin, ob ich zurecht komme. Weil ich das Glück habe an wunderschönen Orten arbeiten und lernen zu dürfen. Und zu sehen ob mein Telefon überlebt (eine andere Geschichte, aber eine Frage, die mir gestellt wurde). Und ja, ein bißchen Angst schleicht sich ein, nur will ich das nicht. Ich möchte Angst nicht gewinnen lassen, ich möchte reisen so als könnte mir nichts passieren. So wird`s gemacht. Wenn ich wieder daheim bin, freue ich mich riesig über mein Pubertier, den kleinen Wutzwerg und die Diva des Hauses. Ich habe wieder Kraft für den Alltag.

„Nur wer verreist, kann wieder nach Hause kommen.“

Es ist sicher nicht jedermanns Sache die Kinder allein zu lassen, obwohl bei uns allein bedeutet beim anderen Elternteil (ja, die Kinder haben einen wunderbaren Papa, der die Kids zwar nicht immer farblich harmonisch anzieht, jedoch sich ansonsten prima um sie kümmert) oder bei den wirklich tollen Großeltern. Das ist okay. Es ist wirklich gut. 

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