Familienreisen, Unterwegs in Europa

Familienreisen// Fincaurlaub mit Familie auf Teneriffa

Unsere Herbstferien haben wir zu fünft auf Teneriffa verbracht, die größte spanische Insel der Kanaren. Die Vulkaninsel ist ideal mit den ganzjährig milden Temperaturen, dachten wir uns. Wettertechnisch haben wir alles zwischen 6 und 35° in den zwei Wochen erlebt.Aber auf Anfang; Nach einem wirklich entspannten Flug mit Ryanair von Memmingen nach Teneriffa Süd haben wir unseren Mietwagen abgeholt und sind zu unserer Unterkunft gesaust. Für unsere Ferien haben wir uns die Finca de la Tosca in Guia de Isora ausgesucht, die Fahrt dorthin war mehr als abenteuerlich, aber per Telefon wurden uns die Anreise gut erklärt. Der Kontakt war sehr freundlich und sehr hilfsbereit, zu unserem Appartment später mehr.

Auf der Insel unterwegs waren wir täglich mit unserem Mietwagen und immer dem schönen Wetter hinterher. Teneriffa hat uns wirklich überrascht mit vielen möglichen Aktivitäten für jedes Alter und jede Vorliebe. Los geht`s.

Unsere Top 5 Aktivitäten auf Teneriffa

Ein Ausflug in den Teide National Park stand für uns ganz oben auf der Ausflugsliste. Die Fahrt durch die Landschaft fanden wir wunderschön, spektakulär, wie eine Reise in eine andere Welt. Man hat so viele tolle Aussichtspunkte auf dem Weg, unsere Kinder waren ab der ersten Minute in Kletterlaune, empfehlenswert bei sonnigem Wetter mit besten Aussichten auf die umliegenden Lavafelder, die Berge, man fährt durch starre Wälder und der sensationelle Blick auf den Atlantik lohnen sich wirklich.

Ten_7198Ten_7201Ten-7203Ten-7208Ten-7209Ten-7210Ten-7212Ten-7213Mit einer Seilbahn kann man auf den Teide auf 3550m fahren, wer eine Sondergenehmigung hat (vorher einholen) kann noch zur Kraterwand auf 3848m aufsteigen. Wir sind mit der Seilbahn gefahren, da wir nicht sicher waren, ob unsere Kinder bei der Hitze den Aufstieg schaffen. Allerdings waren die Preise mit 94€ für uns fünf recht hoch. Der Abstieg sollte mit knapp 4 Stunden eingeplant werden. Auf jeden Fall empfehlenswert, wenn man körperlich fit ist.Teide1Teide2Teide3Teide4Teide5Teide6 Teide7Teide8Teide9Ten-7253Teide10Mit wunderschönem Wolkenkino hat uns der Teide verzaubert, die Aussicht ist atemberaubend, wirklich empfehlenswert für Jedermann.


So richtig hin und weg waren wir von Masca und der Wanderung durch die gleichnamige Schlucht. Masca ist ein Bergdorf im Nordwesten der Insel. 2011 hatte es 105 Einwohner in ca. 80 Häusern. Der im Teno-Gebirge 650–800 m ü. d. M. gelegene Ort war bis Anfang der 1960er Jahre nur über eine Sandpiste von Santiago del Teide aus zu erreichen. Mittlerweile verbindet eine schmale kurvige Bergstraße Masca mit Buenavista und Santiago del Teide. Den Mittelpunkt des Ortes bildet die wunderschöne Plaza bei der Kirche. Das in einem Vulkankrater gelegene Masca besteht aus mehreren Ortsteilen, die sich über verschiedene Berghänge verteilen. Überall, wo es möglich ist, wurden terrassierte Felder angelegt. Bis Ende des 20. Jahrhunderts kamen die besten Zwiebeln, Kartoffeln und der beste Knoblauch der Insel Teneriffa aus Masca. Besonders auffallend ist die Bauart der Häuser in Masca, die zweistöckig an die Berghänge gebaut worden sind. 

Die Wanderung durch die Masca-Schlucht im Detail

Wir sind in Masca in Richtung Atlantik (Bucht von Masca) gestartet. Unser Auto haben wir im Ort geparkt. Der Wanderweg ist etwa 5 Kilometer, wir haben mit vielen Picknicks und Kletterpausen rund 5 Stunden für die etwa 650 Höhenmeter gebraucht. Felix war 4 und wurde von allen recht ungläubig beim Felsen hüpfen bestaunt, die Strecke ist für erfahrene Wanderer ausgelegt mit Wanderausrüstung (keine Flipflops!) ausgelegt. Der Schotterpfad führt die Schlucht hinab vorbei an Terrassenfeldern und Maulbeerbäumen sowie an Mandel- und Feigenbäumen, Dattelpalmen, Kaktusfeigen und Agaven. Je tiefer der Weg in die Schlucht führt, desto höher ragen die Felswände empor. Zwischenzeitlich ist die Masca-Schlucht nur etwa 30 Meter breit, die Felswände dagegen bis zu 600 Meter in die Höhe. Unglaublich schöne Aussichten liegen vor euch. Am Schluchtgrund gibt es ein Kletterseil, das den Besuchern dabei hilft, den rund drei Meter tiefen Graben zu meistern. In früheren Tagen gab es dort eine kleine Holzbrücke, die jedoch einem verheerenden Waldbrand zum Opfer gefallen ist. Der Graben ist insbesondere im regenreicheren Winter von Wasser gefüllt.  Am Strand angekommen, können konditionsstarke Wanderer selbstverständlich wieder umdrehen. Wir haben uns, wie die meisten Besucher, für ein Wassertaxi (10€ pro Erwachsener und 5€ für die Kinder) direkt nach Los Gigantes entschieden. Abschließend kann man sagen ist die Mascaschlucht herausfordernd, jedoch unfassbar schön und wir fanden es auch zu keiner zeit gefährlich für uns oder die Kinder. Wir haben in Los Gigantes beim Eis gewartet und Lars ist mit einem Taxi zurück nach Masca, hat unser Auto abgeholt und war dann wieder bei uns. Für uns die einfachste Variante. Man kann auch eine Tour buchen, geht jedoch auch ohne.


Eine weitere wunderschöne Wandertour ist die durch den Barranco del Infierno. Hört sich schlimmer an, als es ist. Das Naturschutzgebiet „Barranco del Infierno – Höllenschlucht“ ist ein Ort wo nur 300 Personen pro Tag Zutritt gewährt wird. Diese Begrenzung dient dem Schutz der Umwelt, und so wird weder die Entwicklung der Fauna noch der Flora beeinträchtigt. Darum ist es unbedingt nötig eine Reservierung zu machen. Erwachsene kosten 8€ und je Kind jeweils 4€, sehr human. Das Personal ist supernett, die Aussichten sind fantastisch. Plant euch Zeit ein für ganz viel genießen und Picknicks und Klettern und ganz viel Wanderfreude.Der Wanderweg beginnt auf ca. 350 Metern über dem Meeresspiegel, in Adeje, einem Ort der einen natürlichen Balkon, mit wunderschönen Aussichten auf die Landschaft des Südens der Insel, darstellt. Diese Wanderung dauert insgesamt ( hin und zurück) ungefähr 3 ½ Stunden und die zurückzulegende Strecke beträgt ca. 6500 Meter. Der Schwierigkeitsgrad ist leicht bis mittelschwer. Es wird empfohlen passendes, rutschfestes Schuhwerk für steiniges Gelände zu tragen. Der Wasserfall ist jetzt kein Highlight am Ende des Weges, doch der Weg ist schließlich das Ziel.


Lange gezögert haben wir, bevor wir uns für einen Besuch im Loroparque entschieden haben, aber die Mehrheit beim Familienrat hat entschieden. Der Park ist ein Tierpark im Norden Teneriffas, in Puerto de la Cruz. Ursprünglich als Papageienpark angelegt, „Loro“ ist das spanische Wort für Papagei, gibt es in einem riesig tropischem Garten drei Ebenen mit Aquarien, Volieren und Gehege und Show-Veranstaltungen in speziell gestalteten Arealen. Haltung, Zucht und Schutz verschiedener Papageienarten stehen im Vordergrund. Die wichtigsten Attraktionen neben den Papageien ist das wunderschöne Aquarium mit Unterwassertunnel, Planet Penguin, Delfin- und Seelöwenshows, die Tigerinsel und die Orca-Show. Der Eintritt ist pro Erwachsener (alle ab 12 Jahren) mit 34€ und pro Kind 23€ (juhu, wir sind zu fünft…) recht üppig, wir waren gespannt. Überall liest und hört man von dem Park als Highlight, also haben wir es uns selbst angeschaut. Der Loroparque verspricht seinen Besuchern im höchsten Maße Verantwortungsbewusstsein für die Tierwelt und vermittelt das Gefühl sich um den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt zu bemühen. Trotzdem sind wir froh zu wissen, das es keine weiteren Orcas oder Delphine in den Aquarien geben wird, denn das ist wirklich eine Zumutung für die Tiere.

#familiemitfernwehfazit

Uns hat Teneriffa vom ersten Moment an verzaubert. Die wunderschönen Strände, die Berge im Hintergrund, freundliche Menschen weg von den touristischen Strandpromenaden. So viele Möglichkeiten verbunden mit einer kurzen Flugstrecke, einfach herrlich. Teneriffa, wir kommen sicher wieder und schauen uns alles an, was wir bei unserem ersten Besuch nicht geschafft haben.

Was auf der Liste für das nächste Mal steht:

  • der kleine Ort Garachico mit den sehr coolen Natursteinbecken zum schwimmen (bei unserem Besuch war alles wegen Sturm gesperrt)
  • der Strand Las teresitas, unfassbar breit und superschöner Sand (wir hatten den schlimmsten Regen ever)
  • Wandern im Anagagebirge (wir hatten den dichtesten Nebel ever)

Was man nicht machen muss, auch wenn Marco Polo das sagt:

  • El Drago – der Drachenbaum, kann man auch von außen „bestaunen“ und muss nicht den eintritt für einen eher mäßig angelegten Park bezahlen
  • die wilden und vollen Touristenstädte an der Küste